Sind Streamripper legal?

Streamripper erfreuen sich großer Beliebtheit, wenn es darum geht, Musik und andere Audiodateien aus dem Internet herunterzuladen. Doch ist das auch legal? Die Antwort darauf ist kompliziert. Wer Streaming-Anbieter wie zum Beispiel Spotify nutzt, kann seine Musik und andere Daten wie beispielsweise Podcasts immer hören, wenn er mit dem Dienst verbunden ist. Vielen Usern reicht dies aber nicht und sie möchten ihre Musik auch nutzen können, wenn sie gerade einmal keine Internetverbindung haben. Hier können Streamrippinganbieter helfen. Streamripper sind Tools, die es ermöglichen, einen Stream mitzuschneiden und zum Beispiel als MP3-Datei herunterzuladen. Ist dies legal? Die meisten Streaminganbieter sagen nein und verweisen darauf, dass ein Mitschnitt gegen ihre Nutzungsbestimmungen verstoßen würde. Doch die deutsche Rechtssprechung sieht dies ein bisschen anders. Gerichte haben in Einzelfällen entschieden, dass das Mitschneiden von Streams durchaus legal sei, sofern der Stream selbst nicht gegen Urheberrechtsgesetze verstößt und der Download zu privaten Zwecken geschieht. Aber die Frage, welcher Stream erlaubt ist und welcher nicht, ist in der Praxis oftmals schwierig zu beantworten. Besonders bei Youtube-Videos ist es für den Laien nicht immer ersichtlich, ob das Video mit Erlaubnis des Urhebers hochgeladen wurde oder nicht. Hier kommt es auf den Einzelfall an. User, die wegen der Nutzung von Streamrippern vor Gericht landen, müssen also darauf hoffen, dass die Richter für sie entscheiden. Ist Streamripping also legal? Hier gibt es leider keine klare Antwort. Viele Fälle bewegen sich in einer juristischen Grauzone. Wer diese Angebote nutzt, sollte sich auf jeden Fall regelmäßig über die rechtliche Lage informieren.

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